Große Verantwortung in kleinen Händen: Gwendys Wunschkasten – ein Buchtipp

Hallo meine Lieben!

Gwendys Wunschkasten, Stephen King

Was würdet ihr tun, wenn euch jemand ein wunderschönes Mahagonikästchen schenken würde (das mit zwei kleinen Hebeln sowie mit sieben mysteriösen, bunten Tasten ausgestattet ist) und behauptete, es sei ein Wunschkasten, mit dem sich jeder eurer Wünsche erfüllen ließe? Gleichzeitig erfahrt ihr, dass dieses Mahagonikästchen eine noch weit größere Macht besitzt: Mit ihm könnt ihr auf dramatische Weise ins Weltgeschehen eingreifen, sobald ihr die entsprechenden Tasten betätigt. Was würdet ihr tun, wenn euch dieser Wunschkasten für eine gewisse Zeit anvertraut würde, ihr aber mit niemandem darüber sprechen dürftet und eure Aufgabe darin bestünde, ihn aufzubewahren, damit er nicht in die falschen Hände gerät und niemand sein Unwesen damit treiben kann? Wäre er bei euch in den richtigen Händen? Wie würdet ihr mit dieser Verantwortung umgehen?   

Was wäre, wenn…? – Die Welt in der Hand eines Kindes

Gwendys Wunschkasten, Stephen King

Vor dieser schwierigen Aufgabe steht die 12-jährige Gwendy im Buch Gwendys Wunschkasten. Auf den knapp 130 Seiten des dünnen Büchleins von Stephen King und Richard Chizmar, dürfen wir die Protagonistin Gwendy Petterson vom Tag, an dem sie den Wunschkasten von einem rätselhaften Mann erhält (damals ist sie 12 Jahre alt) bis ins junge Erwachsenenalter hinein begleiten, bis der rätselhafte Mann erneut auftaucht und den Wunschkasten wieder an sich nimmt. Das junge Mädchen ist neugierig, was hat es wohl mit dem Kasten auf sich? Während sie weiß, dass die rote Taste ihr jeden ihrer Wünsche erfüllt und die beiden Hebel am Kästchen ihr ebenfalls Gutes bescheren – sie erhält bei deren Betätigung jeweils ein Stückchen fantastisch schmeckender Schokolade, das nicht dick macht sowie sehr wertvolle Silberdollar – haben die übrigen bunten Tasten eher etwas Düsteres, Zerstörerisches an sich: Nachdem jede dieser Tasten für einen der Kontinente steht, hadert Gwendy damit, ob sie die Tasten ausprobieren soll oder nicht. Wäre das schöne Mahagonikästchen wirklich in der Lage einen Kontinent vom Erdenrund zu tilgen? Und dann ist da noch die unheilvolle schwarze Taste … 

Living in Ponderland

Warum dieses Buch einen so großen Eindruck bei mir hinterlassen hat? 

Gwendys Wunschkasten gehört ohne Zweifel zu den Büchern, die einen nachdenken lassen.

Was dieses Buch, so besonders macht, ist das Spiel mit der Frage „Was wäre, wenn?“ Der Mensch an sich ist von Neugier getrieben. Aber kann man seine eigene Neugier im Zaum halten, wenn so viel auf dem Spiel steht? Und ist ein 12 Jahre altes Kind dazu in der Lage? 

Während man zusieht, was die junge Protagonistin aus ihren Möglichkeiten macht, die ihr der Wunschkasten beschert, man mitfiebert, ob sie den Kasten mit Bedacht gebraucht oder ihre neugewonnene Machtposition ausnutzt und welche Konsequenzen dieses oder jenes Verhalten mit sich bringt, kommt man nicht umhin, sich selbst die Frage zu stellen: Was würde ich an ihrer Stelle tun? Wozu würde mich der Kasten verleiten? Würde er mich zu einem besseren oder einem schlechteren Menschen machen? Wie würde ich mit dieser großen Verantwortung umgehen?

Living in Ponderland

Kennt ihr dieses Buch vielleicht schon? Lasst mich wissen, wie es euch gefällt.

Eure Poppy

Weitere Lese-Inspirationen findet ihr in meinen Artikeln:

Warum das Lesen von Büchern uns ganz schön gut tut und zudem noch gut für unsere Gesundheit ist, erfahrt ihr in diesem Beitrag.


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