Selbstfindung: Wer bin ich und wer will ich sein?

Selbstfindung: Wer bin ich und wer will ich sein?

Was sind deine Pläne nach dem Schulabschluss? Eine Ausbildung beginnen? Studieren? Und wenn ja, was? Oder doch lieber gleich arbeiten? Oder reisen? Was genau ist dein Berufswunsch? Bist du noch glücklich in deinem Job? Mit deinem Leben? Willst du irgendwann heiraten? Kinder? Wer willst du sein? Wofür willst du stehen? Und was möchtest du in deinem Leben eigentlich erreichen?

Fragen über Fragen. Bloß wo verstecken sich die Antworten auf diese Fragen? Klar, es gibt Berufsberatungsstellen, Persönlichkeitstests, Tests, mit denen man seine besonderen Stärken und Talente herausfinden kann, Tipps und Ratschläge aus allen möglichen Büchern, Zeitschriften und von Menschen, die es gut meinen – aber die zentrale Frage bleibt: Was möchte ICH eigentlich?

Living in Ponderland

Das Gefühl unter Druck zu stehen

Sich selbst zu finden, ist nicht immer einfach. Wir alle wissen, wie es sich anfühlt, wenn wir uns Fragen stellen, wie: Was möchte ich eigentlich in meinem Leben erreichen? Wer möchte ich sein? Was sind meine konkreten Ziele und Pläne für die Zukunft? Denn, obwohl das Planen der eigenen Zukunft und des Lebens, das man führen möchte, sehr spannend und schön sein kann, können einen diese Fragen auch ziemlich unter Druck setzen. Zumal man sich diese Fragen ja nicht nur selbst stellt, sondern auch andere Menschen (wie Familie, Freunde, Bekannte, Nachbarn…) uns danach fragen und auch immer sehr an den Antworten auf Fragen dieser Art interessiert sind.

Man möchte das Richtige tun, die richtige Entscheidung treffen, möchte niemanden enttäuschen, möchte keine Erwartungen verletzen. So passiert es leicht, dass man sich mehr Gedanken über die anderen macht, und darüber, was sie denken könnten, wenn man sich für dieses oder jenes entscheidet, anstatt sich auf sich selbst zu besinnen und darüber nachzudenken, was man selbst gerne will, was einen glücklich macht und was einem Lebensfreude bereitet.

Aber wie können wir die richtigen Antworten auf diese wichtigen Fragen unseres Lebens finden?

Und da es in der Natur des Menschen liegt, nach mehr zu streben und sich selbst auf die eine oder andere Art zu verwirklichen oder sich neu zu erfinden, so stellen wir uns diese Fragen im Laufe unseres Lebens immer wieder. Mir geht es da nicht anders.

Selbstvertrauen

Wie wäre es, wenn wir uns bei der Frage nach uns selbst und wer wir sind oder wer wir sein wollen, nicht mehr unter Druck setzen (lassen)? Sich unter Druck zu setzen, bedeutet meistens Stress und unter Stress kommt selten etwas Sinnvolles heraus. Wieso machen wir uns den Druck, die Antworten auf so große Lebensfragen sofort beantworten können zu müssen? Wieso ersetzen wir das Sich-unter-Druck-setzen nicht einfach mit Selbstvertrauen?

Wieso sagen wir uns nicht einfach: Ich habe vertrauen. In mich. Und mein Leben. Denn Selbstfindung und Selbstverwirklichung hat auch viel mit Selbstvertrauen zu tun.

Und so vertraue ich darauf – immer wenn ich mich frage: Wer bin ich eigentlich? Bin ich bereits der Mensch, der ich sein will? -, dass ich die Antworten auf diese Fragen eigentlich bereits kenne, sie bloß in diesem Moment (in welchem ich mir die Frage stelle), noch nicht sofort erkenne.

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Was das heißen soll?

Erinnere dich an das, was du noch nicht weißt.

Nun, schon der antike Philosoph Sokrates wusste, das die Antworten, die wir suchen, sich bereits verborgen in uns selbst befinden. Er ging davon aus, dass sich in jedem Menschen ein von Anfang an vorhandenes Wissen verbirgt, das, mithilfe der richtigen Fragen, zum Vorschein gebracht werden kann. Nach Sokrates ist nämlich jede erlangte Erkenntnis – aufgrund dessen, dass sich das Wissen bereits in einem selbst befindet – lediglich eine Wiedererinnerung an etwas, das man schon von Anfang an wusste. (Mehr zu diesem Thema erfahrt ihr in meinem Artikel: Wissen wir mehr als wir ahnen? – Sokrates und die Hebammenkunst UND was sie für uns bedeutet).

Wir verfallen einem Trugschluss

Die Sache ist doch die: Wenn wir uns all diese Fragen zu uns und unserem Leben stellen und damit versuchen uns selbst zu finden, verfallen wir leicht dem Trugschluss, dass wir die Antworten irgendwo da draußen finden. In Büchern, Zeitschriften, im Internet. Wir erhoffen uns, dass uns jemand anderer, diese Fragen, auf die wir selbst keine Antworten haben, beantworten kann.

Man mag noch so viele Lebensratgeber voller Tricks und Kniffe für ein erfolgreiches Leben lesen und noch so viele Persönlichkeits- und Talente-Tests im Internet machen, um herauszufinden, wer man eigentlich ist und was zu einem passt, aber mehr als eine Schablone für ein mögliches Leben, liefern uns diese Dinge nicht wirklich. Und das können sie auch nicht. Denn die Antworten auf die zentralen Fragen, wer wir sind und was wir wollen, liegen in uns selbst und können nur von jedem einzelnen individuell beantwortet werden.

Versucht nicht, es jedem recht machen zu wollen oder mit dem, was ihr tut nur andere glücklich machen zu wollen und dabei euch selbst und euer eigenes Lebensglück zu vergessen oder zu vernachlässigen. Tut, was euch glücklich macht, um euer selbst willen. Denn wenn man nur macht, was man denkt, was von einem erwartet wird, statt seinen eigenen Träumen zu folgen, kommt die Frustration früher oder später und man beginnt sich unglücklich zu fühlen.

5 Fragen, die uns helfen, unsere Bestimmung und uns selbst zu finden

Aber wie können wir uns die Fragen nach uns selbst, nun beantworten? So paradox es klingen mag, lautet die Antwort: Indem wir erstens versuchen, uns die richtigen Fragen zu stellen. Und zweitens: Indem wir unserem Inneren lauschen, wenn es antwortet.

Als Anregung, welche Fragen wir uns selbst stellen können, um auf die für uns richtigen Antworten zu kommen, können euch die folgenden fünf Fragen helfen, die ich mir auch selbst stelle, und die mir eine Orientierung geben, wenn ich mich gerade wieder einmal frage, was ich denn eigentlich für meine Zukunft will und was mich glücklich macht :

🌸 Frage 1: Wenn Geld keine Rolle spielen würde, wie sehe dann das Leben eurer Träume aus? (Ich male mir hier gerne verschiedene Alternativen aus, bin kreativ und lasse meiner Fantasie freien Lauf. Ich überlege mir, was ich in meinem Traumleben tun würde, wo ich mich befände, wie mein Tagesablauf aussehe, welche Menschen hätte ich um mich herum, usw.)

🌸 Frage 2: Bei welcher Beschäftigung oder bei welchem Hobby vergesst ihr völlig die Zeit und blüht auf vor Begeisterung und Freude?

🌸 Frage 3: Was hat euch als Kind begeistert? Welche Bücher oder Themen haben euch schon als Kind interessiert?

🌸 Frage 4: Wenn euch eine Fee 10 Wünsche erfüllen würde, was würdet ihr euch von ihr wünschen?

🌸 Frage 5: Wenn ihr eine Zauberkraft hättet, wie würdet ihr die Welt verändern wollen?

Die Antworten auf all eure Fragen, liegen in euch selbst

Schließt die Augen und versucht euch diese Fragen (oder Fragen dieser Art) zu beantworten. Hört in euch hinein und laßt eurer Fantasie und euren Träumen freien Lauf.

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Nehmt euch Zeit dafür. Denn, mal eben auf die Schnelle lassen sich diese Art von Fragen in den seltensten Fällen beantworten.

Macht es euch an einem ruhigen Ort gemütlich und beginnt mit euren Tagträumen. Macht euch bewusst, was euch rundum glücklich machen würde, was euch beflügelt, was euch Energie verleiht und Lebensfreude bringt und folgt diesen Träumen, wenn ihr die Augen wieder öffnet.

Eure Poppy


2 Gedanken zu “Selbstfindung: Wer bin ich und wer will ich sein?

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